IG Farben

Ein Lehrstück der Verflechtung von Wissenschaft, Industrie, Politik und Militär. Über die Verantwortung von Forschung.

Als einer der größten Chemiekonzerne der Welt spielte die IG Farben eine zentrale Rolle in der NS-Zeit: von der „Zyklon B“-Produktion, über die Ausbeutung von Zwangsarbeitenden im KZ Auschwitz, bis zur ökonomischen Unterstützung des NS-Regimes. Das Unternehmen, welches ein Zusammenschluss großer deutscher Chemiekonzerne wie Bayer, BASF und Hoechst AG war, profitierte im Zweiten Weltkrieg maßgeblich von der Produktion von Kriegsgütern und der Ausbeutung von Kriegsgefangenen.

„…von Anilin bis Zwangsarbeit” – eine Wanderausstellung, die die Geschichte der IG Farben sowie die Rolle von Chemikern und Ingenieuren im nationalsozialistischen Machtapparat beleuchtet und Fragen über eine ethisch verantwortungsvolle Wissenschaft heute aufwirft.

Die Ausstellung umfasst 21 Plakate im Format 180 cm x 60 cm, gedruckt auf Kunststoffbahnen. Diese kann von Fachschaften bzw. Hochschulen ausgeliehen werden, um sie in ihren Räumen zu präsentieren. 

Im Moment befindet sich die Ausstellung in Freiberg/Sachsen. Ab Anfang 2026 soll sie dort in der Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg zu sehen sein. Im Rahmen des Studium Generale wird derzeit in Form eines Seminars zur Wissenschaftskommunikation die Präsentation geplant.

Ihr wollt diese Ausstellung an Eurer Universität präsentieren? Meldet euch unter:

sekretariat@bufata-chemie.org

Du willst noch mehr über die IG Farben lernen, oder hast einfach keine Zeit zur Ausstellung zu gehen? Lies den IG Farben Reader!

https://www.tu-chemnitz.de/fsr-chemie/igfarben/files/IG_Farben_Reader_2.pdf

Auch die Folge 075 des JCF-Podcasts „Alles Chlor!“ beschäftigt sich mit der chemischen Industrie im Nationalsozialismus. Reinhören lohnt sich!